Für jede der drei Bauformen der Altstadt gibt es am Dach eigene Arbeitsschritte. Mansarddach und Schweifgiebel haben mehr Anschlüsse als ein einfaches Satteldach, und an jedem Anschluss arbeiten Dachdecker und Flaschner zusammen.
Mansarddach
Ein Mansarddach knickt auf jeder Seite ab, unten ist die Dachfläche steil, oben flacher. Am Knick müssen Deckung und Blech so anschließen, dass Wasser von der flachen auf die steile Fläche läuft, ohne unter die Ziegel zu kommen. Muss der Dachstuhl erneuert werden, liegt ein Mansarddach nach Marktübersichten am oberen Ende der Spanne von 60 bis 120 € je m² Dachfläche.
Schweifgiebel
Ein Schweifgiebel ist eine Giebelwand mit geschwungenem Umriss, wie sie in der Renaissance gebaut wurde. An einem solchen Giebel schließt die Deckung an eine Wand an, die über die Dachfläche hinausragen kann. Diese Wandanschlüsse werden mit Blech eingefasst, und am Denkmal gehört ihr Material mit in den Antrag.
Fachwerkhaus
Die Fachwerkhäuser der Altstadt stammen laut Stadt aus dem 14. bis 16. Jahrhundert, das Alte Rathaus ist von 1468. Ist ein Dachstuhl dieses Alters verzogen, muss die Lattung den Unebenheiten folgen, oder das Holz wird vorher ausgeglichen. In der Altstadt brannte es 1813 und, deutlich größer, 1895, deshalb sehen wir beim ersten Termin nach, aus welcher Zeit Dachstuhl und Deckung stammen.
Ob einzelne Hölzer geschädigt sind, prüfen wir vom Dachboden aus, und greift die Arbeit in tragende Teile ein, rechnet ein Tragwerksplaner. Wie wir dabei vorgehen, steht auf der Seite Dachstuhl sanieren.
Wohnhaus außerhalb der Altstadt
Für Häuser außerhalb der Altstadt und ohne Denkmalschutz richten sich Vorgaben zu Dachform und Neigung nach dem Bebauungsplan. Auskunft dazu gibt die Bauberatung im Rathaus am Belforter Platz, die auch Bauvoranfragen und Baugesuche annimmt.