Warum in Feuerbach Altbau und Nachkriegsbau nebeneinander stehen
Feuerbach war ein Industrieort mit eigenem Stadtrecht, bevor es zu Stuttgart kam, und aus jeder Phase sind Häuser geblieben. Der Ort wird 1075 zum ersten Mal erwähnt, die Industrialisierung begann mit dem Bahnanschluss 1846 und der ersten Fabrik 1864.
Bis 1900 entstanden 45 Unternehmen aus Chemie, Leder, Papier, Metall, Textil und Lebensmitteln, dazu Wohnsiedlungen für die Arbeiter. Im Jahr 1907 erhielt Feuerbach das Stadtrecht, 1933 wurde es nach Stuttgart eingemeindet. Auf früheren Gewerbeflächen, etwa am Wiener Platz und an der Tunnelstraße, sind inzwischen neue Wohnstandorte entstanden.
| Baujahr |
Bezirk Feuerbach |
Feuerbach-Mitte |
Lemberg/Föhrich |
| vor 1919 |
ca. 16 % |
ca. 38 % |
– |
| 1919 bis 1948 |
ca. 23 % |
ca. 24 % |
ca. 36 % |
| 1949 bis 1978 |
ca. 39 % |
– |
ca. 37 % |
| 1979 bis 1990 |
ca. 6 % |
– |
– |
| ab 1991 |
ca. 16 % |
– |
darunter ca. 11 % aus 2001 bis 2010 |
Eigene Auswertung der Zensus-2022-Gitterdaten zum Baujahr (Stichtag 15.05.2022) mit Stadtteilgrenzen aus OpenStreetMap; ein Strich bedeutet, dass für diese Klasse kein belastbarer Wert vorliegt.
Die größte Gruppe im Bezirk sind mit rund 39 % die Häuser aus den Jahren 1949 bis 1978. Am Lemberg verteilt sich der Bestand fast gleich auf die Zwischenkriegszeit und die Nachkriegszeit. Von den 4.290 Wohngebäuden sind 37,0 % Einfamilien- und 15,2 % Zweifamilienhäuser, zusammen also gut die Hälfte.